Richtig loben und rügen – die Grundlagen der Hundeerziehung

Wer zum ersten Mal einen bellenden Vierbeiner in die Familie aufnimmt, weiß dass damit ein paar wichtige Aufgaben auf ihn zukommen. Damit der Hund richtig integriert werden kann, muss er erzogen werden hier können Hundehalter vieles falsch machen. Bevor es an die eigentliche Erziehung eines Hundes geht, sollten Herrchen und Frauchen sich bewusst machen, wie richtig gelobt oder gerügt wird und warum das so wichtig ist. Mit Lob und Rüge wird einem Hund verdeutlicht, was er richtig oder falsch gemacht hat und wer hier zu spät reagiert, kann unbewusst völlig falsche Signale senden.

Falsches Loben verstärkt unerwünschtes Verhalten

Wird der Hund einen Tick zu früh oder zu spät gelobt, verbindet er das Lob bereits mit einer anderen Handlung. Holt er wie befohlen denn Ball und legt ihn vor den Füßen des Besitzers ab, muss auch in diesem Moment das Lob erfolgen. Bereits eine Sekunde später kann der Hund sich auf etwas anderes konzentrieren und dann wird loben sinnlos. Das gilt auch für das Rügen, denn wenn er unerlaubterweise bellt und der Besitzer zu spät reagiert, kann der Hund bereits eine andere Aktion beginnen und vermutet dann, dass diese unerwünscht ist, aber das Bellen in Ordnung war. Das Timing ist also bei der Hundeerziehung entscheidend. Hundehalter, die unsicher sind, können sich in der Hundeschule beraten lassen und lernen dort, wann der richtige Zeitpunkt für eine Belohnung gekommen ist und wann eine Rüge erteilt werden muss.

Erwartungshaltungen prägen das Verhalten

Hunde gehen mit einer bestimmten Erwartungshaltung durchs Leben. Schlechte Erfahrungen als Welpe oder eine unzureichende Erziehung prägen eine Erwartungshaltung, die das Verhalten eines Hundes nachhaltig beeinflusst. Wurde er vom Postboten als Welpe versehentlich geschubst, kann das bereits dazu führen, dass der Hund den Briefträger mit einem Feindbild versieht, das natürlich immer verjagt werden muss. Hier hilft nur eine Veränderung der Erwartungshaltung – der Hund muss lernen, dass der Briefträger kein Feind ist. Kleine Leckerlis können hier beispielsweise helfen. Sie müssen nicht dauerhaft eingesetzt werden, sondern dienen nur dazu die Erwartungshaltung zum Positiven hin zu verändern.

Geduld und Konsequenz sind wichtig

Wer an den richtigen Stellen lobt oder rügt, wird in vielen Fällen nicht sofort eine Veränderung beim Hund feststellen können. Manche Hunde brauchen ein wenig länger und andere kapieren schnell, was von ihnen erwartet wird. Ein mehrwöchiges Training ist also keine Seltenheit und wer hier konsequent bleibt und täglich übt, wird garantiert Erfolge erleben. Online gibt es viele weitere, wertvolle Tipps für Hundehalter und solche, die es werden wollen. Zusätzlich kann jede Hundeschule weitere Hilfestellung bieten und die Trainer dort unterstützen auch bei konkreten Problemen gern.

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